An Belinden

[240] An Belinden.

Warum ziehst du mich unwiderstehlich,Ach! in iene Pracht?War ich guter Junge nicht so seeligIn der öden Nacht!

5 Heimlich in mein Zimmerchen verschloßen,Lag im Mondenschein,Ganz von seinem Schauerlicht umfloßen –Und ich dämmert ein.

Träumte da von vollen goldnen Stunden,

10Ungemischter Lust!Ahndungsvoll hatt’ ich dein Bild empfundenTief in meiner Brust.

[241] Bin ich’s noch, den du bey so viel LichternAn dem Spieltisch hältst?

15Oft so unerträglichen GesichternGegenüber stellst?

Reizender ist mir des FrühlingsblütheNun nicht auf der Flur;Wo du Engel bist, ist Lieb und Güte,

20Wo du bist, Natur.

P.

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