Die Nachtigallen (Eichendorff)

Die Nachtigallen.

Möcht’ wissen, was sie schlagenSo schön bei der Nacht,’s ist in der Welt ja doch Niemand,Der mit ihnen wacht.

5Und die Wolken, sie reisen,

Und das Land ist so blass,Und die Nacht wandert leiseDurch den Wald über’s Gras.

Nacht, Wolken, wohin sie gehen,

10Ich weiss es recht gut,

Liegt ein Grund hinter den Höhen,Wo meine Liebste jetzt ruht.

Zieht der Einsiedel sein Glöcklein.Sie höret es nicht,

15Es fallen ihr die Löcklein

Uebers ganze Gesicht.

Und dass sie niemand erschrecket,Der liebe Gott hat sie hierGanz mit Mondschein bedecket,

20Da träumt sie von mir.

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