Aus der Wandermappe der Gartenlaube — 11
„Wohlauf, die Luft geht frisch und rein,Wer lange sitzt, muß rosten;Den allersonnigsten SonnenscheinLäßt uns der Himmel kosten.Jetzt reicht mir Stab und OrdenskleidDes fahrenden Scholaren,Ich will zu guter SommerszeitZum Hohentwiele fahren!“
„Und ein goldgelb Tröpflein NatrolithIm geschwärzten Stein oft erscheinet …Das sind die Thränen, die der BasaltDer gesprengten Molasse weinet.“
„All voll, keiner leer, Wein her!“
„Iz rinnit nich ein tropfe mêr,Der wîn ist vortgehupfit ...Ou wû, min grôzaz vaz stât lêr,Sie hâ’nt mirz ûz gesupfit!“
„Da bracht’ man ihm das Stammbuch darZum Eintrag, eh’ er scheide.Und zittrig schrieb er: Kund soll sein,Daß ich hie eingeritten,Und lob’ das Haus ‚Zum Krönelein‘Als Haus von guten Sitten:Der Willkumm hat nur so gemund’t,Daß ich das Bett kaum finden kunnt’,Holliro, nicht nur der Stiefel,’S ging Alles um!“
„Leb' wohl, du alter Recke!Den letzten Gruß ich dir send’!Und besucht dich ’mal wieder der Scheffel,So mach’ ihm mein Compliment!“
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