Dankbarkeit
Dankbarkeit.
A Schbrichwort secht seit alter Zeit:„Der Welt Loh ischt Odankbarkeit.“Daß leider Gott’s viel wohr isch dra,I aus Erfahrong saga ka.
5Mir goht ’s drom wia no viele Leit:
I rechen net uf Dankbarkeit. –
Wenn i will no so ehrlich sei,No fallet mer net viele ei,Von dene frei i saga kennt,
10Daß se mer dankbar gwesa send.
Doch oi Beweis von Dankbarkeit,Der hot me diaf em Herza gfreit. –
I kenn a Biable von der GaßOnd han halt an dem Male Gschpaß,
15Dem schenke oft a Kleinigkeit,
Was hot des Birschle äls a Freid. –Bei dem isch abrocht, wia bei koim:Acht Gschwischterla send no derhoim.
Heit kommt der Kloine hoim zu mir
20Ond schtoht verlega an der Dier,
Gibt mir a Bätschle, secht Griaß Gott,Ond dreht sei Käpple ond wird rot,Druckt mir a Schächtele en d’ Händ:„Do brenge ebbes fir dei Kend!“ – –
25Wia i des Schächtele mach uf,
A bisla Gras liegt oba druf,En Maiakäfer, der zwor dot,Er schee derzwischa nei glegt hot,Ond onta nonter, ganz verschteckt,
30Do hot er no drei Schteiniß glegt! – –
Jetzt saget selber, liabe Leit:Isch dees net wirklich Dankbarkeit,Wenn so a Kend es fertig brengtOnd oim sein ganza Reichtom schenkt? –
35Mir hot des anderscht emponiert,
Als wenn a Groß sich „rewaschiert“!
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