Am Allan-Strom

Traducido por Adolf Wilhelm Ernst von Winterfeld

Am Allan-Strom ging einsam ich,Der Abend kam herangezogen;Der Wind leis durch die Büsche strichUnd ließ den Roggen leise wogen.

5Ich lauschte einem Liebessang

Und fühlte all’ die süßen Triebe;Aus stillem Wald das Echo klang –O, Annie, wie ich Dich doch liebe! –

[72] O, stille Laub’ von Geisblatt du,

10"]}' id="mwNQ"> O, sei für alle Zeit gesegnet!

Kein Nachtspuk stör’ die heil’ge Ruh’,Des Platzes, wo ich ihr begegnet. –Ihr Köpfchen lag an meiner Brust,Sie sagte: „Ich bin Dein für immer!“

15Und Küsse tauschten wir mit Lust

Und schwuren, ach, zu scheiden nimmer.

Der Frühling schwelgt im grünen Hag,Der Sommer folgt mit Lust der Herde;Wie schön des Herbstes klarer Tag,

20"]}' id="mwYQ"> Wo gelb das weite Kleid der Erde.

Doch keinen Winter hat das Herz,Es bleibt in einem ew’gen Glühen,Wenn, bei der Maid, in sel’gem Schmerz,Uns Wonnerausche heiß durchziehen.

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