Peggy

Traducido por Adolf Wilhelm Ernst von Winterfeld

Der Westwind dringt, der Jagdlärm klingtGar fröhlich durch die Haide.Der Moorhahn springt, so leichtbeschwingtWohl durch die blum’ge Weide.

5Der Roggen weht, so üppig steht,

Erfreut den trägen Bauer,Und der Mond scheint hell, schleich’ ich zur Stell’Wo’s Liebchen ich belauer’.

Das Rebhuhn liebt die dürre Brach’

10"]}' id="mwMQ"> Der Regenpfeifer, Höhen

Die Schnepfe zieht zum stillen Hag,Der Reiher zu den Seen.Durch luft’ges Laub, die Ringeltaub’,Der Menschen Nähe fliehet;

15Die Drossel sitzt im Hasellaub,

Zum Dorn der Hänfling ziehet.

So jede Brust hat ihre Lust,Die zarte, wie die wilde;Stets suchet sie, die Harmonie,

20"]}' id="mwXQ"> Auf einsamem Gefilde.

Hinweg! Du frohe Schaar! O fliehtFlieht fort vom Menschenhause,Tragt fort das heit’re Jubellied,Mit leichtem Flügelsause.

25Doch Peg, wie ist der Abend schön,

Sieh, wie die Schwalben streichen;Der Himmel blau, die Felder weiß,Im Wald die Blätter bleichen.[15] Komm, laß uns geh’n, den Weg so schön,

30"]}' id="mwjw"> Und die Natur genießen;

Das rausch’ge Korn, den keuschen Dorn,Und was drauf lebt, begrüßen.

Wir wollen geh’n und plaudern schön,Bei’m klaren Mondesschimmer;

35Ich faß’ Dich um, wir schwören stumm

Zu lieben uns für immer.Nicht Regenfall den Blumen all,Nicht Thau dem durst’gen Raine,So theuer ist, wie Du mir bist,

40 O Peg, geliebte Kleine!

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