Erwiderungen: Die Verkennung
ERWIDERUNGEN: DIE VERKENNUNG
Der jünger blieb in trauer tag und nachtAm berg von wo der Herr gen himmel fuhr:›So lässest du verzweifeln deine treuen?Du denkst in deiner pracht nicht mehr der erde?
5 Ich werde nie mehr deine stimme hören
Und deinen saum und deine füsse küssen?Ich flehe um ein zeichen · doch du schweigst.‹Da kam des wegs ein fremder: ›Bruder sprich!Auf deiner wange lodert solche qual
10 Dass ich sie leide wenn ich sie nicht lösche.‹
›Vergeblich ist dein trost .. verlass den armen!Ich suche meinen herrn der mich vergass.‹Der fremde schwand .. der jünger sank ins knieMit lautem schrei · denn an dem himmelsglanz
15 Der an der stelle blieb ward er gewahr
Dass er vor blindem schmerz und krankem hoffenNicht sah: es war der Herr der kam und ging.
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