Herbstmorgen (Fontane, 1905)
[9]Herbstmorgen.
Die Wolken ziehn, wie Trauergäste,Den Mond still-abwärts zu geleiten,Der Wind durchfegt die starren Aeste,Und sucht ein Blatt aus beßren Zeiten.
5Schon flattern in der Luft die Raben,
Des Winters unheilvolle Boten;Bald wird er tief in Schnee begrabenDie Erde, seinen großen Todten.
Ein Bach läuft hastig mir zur Seite;
10"]}' id="mwMQ"> Es bangt ihn vor des Eises Ketten,
Drum stürzt er fort und sucht das WeiteAls könnt’ ihm Flucht das Leben retten.
Da mocht’ ich länger nicht inmittenSo todesnaher Oede weilen;
15Es trieb mich fort, mit hast’gen Schritten
Dem flücht’gen Bache nachzueilen.
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