Under der Linden (Storck)
[166]Under der Linden.
,Unter der LindenAuf der HaideWar uns ein Ruhplatz ausgeschmückt;Dort könnt ihr finden
5Niedlich beide:
Die Blumen und das Gras zerdrückt.Vor dem Wald am grünen HangTandaradei!Klang der Nachtigall Gesang.
10"]}' id="mwLQ"> Ich kam gegangen
Zu der Aue,Da stand der Liebste schon bereit,Mich zu empfangen,Heil’ge Fraue!
15Glückselig bin ich allezeit.
Küßt’ er mich im stillen Grund?Tandaradei!Seht, wie roth mir ist der Mund.
[167]"]}' id="mwUA"> Aus mannigfachen
20Blumen sinnig
Errichtet war ein Bett zu seh’n.Drob werden lachenStill und innigSie Alle, die des Weges geh’n.
25"]}' id="mwZw"> An den Rosen kann man gut
Tandaradei!Merken, wo mein Haupt geruht.
Daß er mich herzte,Wüßt’ es Einer –
30Verhüt’ es Gott! – ich schämte mich.
Wie dort er scherzte,Möcht’ es KeinerErfahren doch, als er und ich,Und das kleine Vögelein
35Tandaradei!
Wird ja zuverlässig sein.‘
Walther von der Vogelweide.
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