Sonett LXV
Traducido del inglés por Emil Wagner = Ludwig Reinhold Walesrode
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte
Wenn Erz, Stein, Erde, unbegrenzte FluthNicht trotzen kann der trüben Sterblichkeit,Kann Schönheit bergen sich vor solcher Wuth,Die keine Blum’ an Kräften überbeut?
5Was soll des Sommers süßen Hauch beschützen,
Wenn heranbraus’t die rauhe Sturmesnacht,Da schwächer selbst des Felsens mächt’ge StützenUnd eh’rne Pforten als der Zeiten Macht?O Angstgedanke! – Wie, ach! soll entgeh’n
10Der Zeit Juwel der Zeiten Moderschrein?
Wer zwingt den flücht’gen Fuß der Zeit zum Steh’n?Wer hält im Schönheitsraub ihr mächtig ein?Ach, nichts! wenn nicht das Wunder einst geschieht,Daß nie mein’ Lieb’ in schwarzer Schrift verglüht. –
Comentarios
Cargando comentarios…