Die Gebärdensprache der Süditaliener
„Lauter Bewegung ist er, er spricht mit tausend Gebärden,Drückt mit Zeichen so klar wie mit der Zunge sich aus.Staunend sehn Nordländer ihn an: ein anderes Wesen,Regsam wie ein Polyp, scheint die lebend’ge Figur.“Wilhelm Waiblinger. „Bilder aus Neapel und Sizilien“.
„Das ist die Scheunenmaus,Das ist der Stehlkern,Das ist der Paßauf etc.“
„Das ist der Daumen,Der schüttelt die Pflaumen etc.“
„De ist in Bach g’heit,De het en uße g’reicht,De hät en is Bett gleggt,De hät ne warm zudeckt,Und de chliene Schölm doHät ne wieder ufgweckt.“
„und der Vorzeit gedenk’ ich, da unter glücklichem HimmelEinst vom Achill und Ulyß Griechen der Sänger erzählt.“
„Wohl in Lumpen und Schmutz gewahrst du griechische Bildung,Geistreich lächelt der Kopf unter der Mütze dich an.“
Dort ans Fenster führt mir der Schalk ein liebliches Mädchen,Erst nur Blicke, doch bald folgt der verstohlene Gruß.Und man redet mit Zeichen, man redet mit Augen und Händen;Andere Sprache vergönnt lauschende Nachbarschaft nicht.Kannst du lesen, mein holdestes Kind? so frag’ ich mit Zeichen,‚Ja,‘ ist die Antwort, im Nu liegt auch ein Briefchen bereit.“
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