Scylla

„Besser ist’s, Du umfährst das trinakrische Haupt des Pachynus,Als Du schauest im großen Geklüft die gräßliche ScyllaEinmal nur, und die Felsen, durchhallt von bläulichen Hunden.“

„Die Zöpfe schienen wie mit Gold durchzogen;Ein Rundgesichtchen trug der Hals, der feine,Die Stirne hoch, die Nase sanft gebogen,Das Mündchen wie ein Ring mit Purpurscheine;Das Antlitz frei, von Anmuth überflogen,Die Augen leuchtend wie zwei Edelsteine:Die Scylla war’s, so schön beim ersten Schauen,Und schöner immer – mögt mir wohl vertrauen.

So sah ich morgens sie auf einem SteineAm Meeresstrand, das Fischnetz in den Händen,Den Korb zur Seite ihr mit Brod und Weine,’nen andern für die Fische. AbzuwendenVon ihrem zarten Antlitz, das im ScheineDer Sonn’ erglänzte, die mit heißen BrändenSie traf, die Strahlen, trug sie, unverletzet,Von Stroh ein Hütchen, zierlich schräg gesetzet.“

„Diese verschluckt dreimal in des Abgrunds untersten StrudelJähabschießende Wasser der Fluth und speiet sie wiederWechselweis in die Luft und peitscht mit den Wogen die Sterne.“

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