Schiller’s Aeltern

„Treuer Wächter Israels,Dir sei Preis und Dank und Ehren,Laut betend lob’ ich dich,Daß es Erd’ und Himmel hören.“

„O hätt’ ich doch im Thal Vergißmeinnicht gefundenUnd Rosen nebenbei! Dann hätt’ ich Dir gewundenIm Blüthenduft den Kranz zu diesem neuen Jahr,Der schöner noch als der am Hochzeitstage war.Ich höre traun, daß itzt der kalte Nord regieret,Und jedes Blümchens Keim in kalter Erde frieret!Doch eines frieret nicht, es ist mein liebend Herz,Dein ist es, theilt mit Dir die Freude und den Schmerz.“

„Auf das Grab von Schiller’s Mutter“</big>"}}' id="mwFQ">„Auf das Grab von Schiller’s Mutter“

„Nach der Seite des Dorfs, wo jener alternde Zaun dortLändliche Gräber umschließt, wall’ ich in Einsamkeit oft.Sieh den gesunkenen Hügel! Es kennen wenige GreiseKaum ihn noch, und es ahnt Niemand ein Heiligthum hier.Jegliche Zierde fehlt, und jedes deutende Zeichen;Dürftig breitet ein Baum schützende Arme umher.Wilde Rose, dich fand ich allein statt anderer Blumen.Ja, beschäme mich nur! Brich als ein Wunder hervor!Tausendblättrig öffne dein Herz! Entzünde dich herrlichAm begeisternden Duft, den aus der Tiefe du ziehst!– Eines Unsterblichen Mutter liegt hier bestattet; es richtenDeutschland Männer und Frau’n eben den Marmor ihm auf.

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