Lied (Wünschelruthe Nro. 21)
Mit glatten Händen sah’ ich WellenEin Schifflein schnell vom Ufer ziehen,Ein Wehen ließ das Segel schwellen,Wie Taubenflügel rauschend fliehen.
5 Und in dem Kahne schlief ein Knabe
Und lächelte in süßen Träumen,Von fernem Land, von goldner Gabe,Von Grüßen unter Blütenbäumen.
Das Wehen hat ihn still verlassen,
10Die falschen Wogen wach ihn singen,
Da will er nur das Ruder fassen,Zurück zum Heimatufer dringen. -
Ach auf der Hoffnung SchaukelnachenWird Liebe leicht in Schlummer fallen,
15Und findet weinend beim Erwachen
Auf ödem Meer sich hülflos wallen! -
Z.
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