Epische Briefe — VII
Wie ziellos schien in der ZeitenferneZu haften das Abseh’n der hellgrauen Augen.Des riesigen Mannes nervige Rechte,Auf den Armgriff des Stuhls den Ellbogen stützend,Spreizte kammgleich die Finger durch’s Kopfhaar,Das ihm flachsig und dünn nur den Scheitel noch deckte,Und stützte selber die sinnende Stirne,Die, faltenlos glänzend, erhöht von der Glatze,Sein langes Gesicht noch länger machte.So schien er gefesselt der Mär zu folgen;Nur die Finger der Linken des lauschenden FürsteZwirnten dabei die mächtigen ZwickelDes röthlichen Schnurrbarts ein wenig schneller,Als in wartender Spannung er sonst dies Spiel trieb.
Wie ein Meister der Kunst, den Hephästos und Pallas AtheneLehrten, verschiednes Gebild von vollendeter Anmuth zu schaffen,Silber umgießet mit Gold: so goß dem Odysseus die GöttinHuld um Schultern und Haupt …
„Ihn zu bezaubern versucht sie beständig mit schmeichelndem Kosen;Ithaka soll er vergessen; Odysseus aber verlangt nurEinmal noch den Rauch empor von der heimischen ErdeSteigen zu sehn und zu sterben.“
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