Die Verläugnung des hl. Petrus
Translated from French by Stefan George
Was macht nur Gott mit diesem sturm von flüchenDer stets zu seinen lieben engeln gellt?Wie ein tyrann mit fleisch und wein geschwelltEntschläft er sanft bei unsren lästersprüchen.
5Das schluchzen aus der richt- und marterstatt
Gewiss wie ein berauschend opfer lodert ·Trotz all dem blut das ihre wollust fodertSind es die himmel immer noch nicht satt.
[172] Ach Jesus! denk an den oliven-garten!
10In deiner einfachheit hast du gefleht
Zu dem der sich mit lachen weggedrehtAls dir im fleisch des henkers nägel starrten ·
Und als du sahst wie deine gottheit dannBespieen ward von küchenvolk und wachen
15Und als die dornen in das haupt dir stachen
Das für die ganze weite menschheit sann ·
Als du mit schwerem und gebrochnem leibeDie beiden arme spanntest und der schweissDas blut dir rann von deiner stirne heiss ·
20Als du vor alle hingestellt als scheibe –
Sahst du die schönen lichten tage neuAls du die ewige sendung zu erfüllenEinher auf einem sanften maultier-füllenDurch wege tratst voll laub und blumenstreu?
25Dein arm gedrängt von hoffnung und von ehre
Die feilen krämer aus dem tempel riss?Du endlich herr warst? kein gewissensbissIst in dein herz gedrungen vor dem speere? ..
[173] Ich fliehe wahrlich gerne dies geschlecht
30Das traum und that sich zu verbinden wehrte ...
Ich fechte und ich falle mit dem schwerte ·Petrus verläugnete den Herrn – mit recht!
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