Die Geburt der Venus
[21]Die Geburt der Venus.
Die Zephyr wiegten sich auf sanft geschwollnen Wellen,Und Frühling war ums stille Meer:Der leichten Scherze flüchtigs Heer,Die jungen Freuden, ihre Gesellen,
5Und Grazien mit sanftumschlungner Hand
Umringten den beblümten Strand:Da sah die Fabel CytherenVom Schaume des Meeres gebähren.
Doch Damon störet kühn den alten Aberglauben;
10Bey einem Glase blanken Wein
Sah er das Ding weit besser ein:Die frohen Winzer kelterten Trauben;Es schäumete der Most mit Ungestüm,Und Chloe zeigt es lächelnd ihm:
15Da sah er ganz deutlich Cytheren
Vom Schaume des Weines gebähren.
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