Der Zwölf-Elf

[20]Der Zwölf-Elf

Der Zwölf-Elf hebt die linke Hand:Da schlägt es Mitternacht im Land.

Es lauscht der Teich mit offnem Mund.Ganz leise heult der Schluchtenhund.

5Die Dommel reckt sich auf im Rohr.

Der Moorfrosch lugt aus seinem Moor.

Der Schneck horcht auf in seinem Haus;desgleichen die Kartoffelmaus.

Das Irrlicht selbst macht Halt und Rast

10auf einem windgebrochnen Ast.

Sophie, die Maid, hat ein Gesicht:Das Mondschaf geht zum Hochgericht.

Die Galgenbrüder wehn im Wind.Im fernen Dorfe schreit ein Kind.

15[21]Zwei Maulwürf küssen sich zur Stund

als Neuvermählte auf den Mund.

Hingegen tief im finstern Waldein Nachtmahr seine Fäuste ballt:

Dieweil ein später Wanderstrumpf

20sich nicht verlief in Teich und Sumpf.

Der Rabe Ralf ruft schaurig: ,Kra!Das End ist da! Das End ist da!'

Der Zwölf-Elf senkt die linke Hand:Und wieder schläft das ganze Land.

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