Nr. 4

Erinnerungen an Wilhelmine Schröder-Devrient

Ach, wie herrlich ist der Morgen;es verschwinden alle Sorgen!

,Des Geliebten Glück und LebenSind in Deine Hand gegeben!“.

„Sagt, wie kann man denn an SchätzenFröhlich sich ergötzen,Wenn man hoch ohne GnadeAn dem Galgen schwebt?Nein, ich will ganz bescheidenLieber Armuth leiden,Und will huld’gen der Tugend,Die mich stets belebt.“

„Ha, wehe! welche Qual!Ein ungeheurer Schmerz, er tobt in mir –O sterben! – Ha, hinweg mit dem Schleier!“

„Schon hat viel Opfer sich grausam die Pest gesucht,„Und wer noch lebt, entweicht in wilder Flucht.“

„O Qual sonder Gleichen,Mitten unter LeichenHier im ew’gen SchweigenBegraben zu sein!“

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