Der Tunnel über der Spree

„Was unsre Herzen zwingen sollIn eines Freudenrufes Drang,Muß sein uralten Zaubers voll,Muß haben einen hohen Klang.Das freie, einige deutsche Reich,Das ist ein hohes Wort, fürwahr:Die deutschen Kronen allzugleichAuf unsers Kaisers Silberhaar! –“ etc.

„Lieder wie SchmetterlingeGaukeln genug in der Luft;Sie schwanken im Windeswehen;Sie schweben im Blumenduft;Sie schwingen sich auf aus den Gründen;Sie flattern herab von den Höh’n,Und das sind eben die Dichter,Die sich auf das Fangen versteh’n.“

„Auf, das Leben ruft zum Kampfe!Wo bleibt der Soldat, der Mann?Recht und Freiheit zu vertheid'gen,Zieh’ – Kanonenstiefeln an!“

„Kämpfst Du mit Kanonenstiefeln?Ich verharr’ in stolzer Ruh';Auch Du eilst durch Kampf zum Frieden,Kämpfst in Stiefeln für den Schuh;Daß dem König Friede werde,Steht das Volk in Waffen ein:Jeder Schuh der deutschen ErdeSoll mit Blut vertheidigt sein.“

„Im Tunnel stets die Alten, im Lehen jung und neu,So woll'n wir sein und halten an uns in alter Treu';Und wenn auch manche Triebe im Grabe schlummern ein,Soll doch vom Baum der Liebe kein 'Spahn' verloren sein.“

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