Das Burgtheater in Wien
„Laßt uns getrost die altbewährte KraftVerjüngen an dem Bild des großen Kaisers,Der einst in ahnungsvoller Morgenzeitmit mächt’gem Schöpferwillen diese BurgDes Künstlergeistes aus dem Nichts erschuf,Der, wie ein Seher, mit dem KaiserscepterAus scheinbar taubem Grund die Quelle schlug,Die, fromm gehütet, bald ein Hain umgrünte,Ein heil’ger Hain von Lorbeern und von Palmen,In dem die Nachtigall der Dichtung schlägt!“
„Und doch will Angst und Sorge mir nicht schwinden;Wo lockend so viel Reiz dem Aug’ sich heut,An Farbenglanz und marmornen Gestalten,Da ist es schwer, den Hörer fest zu halten;man schaut bewundernd, doch man lauscht zerstreut,Die Stimmung ist, die heil’ge Stimmung fort,Leicht mit dem Außen wandelt sich das Innen −Ich soll den Kampf mit all’ der Pracht beginnen,Und meine einz’ge Waffe ist das Wort.“
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