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Ferdinand Raimund (Die Gartenlaube 1890

Dies ist die Fassung des vielgesungenen Liedes nach Raimunds eigener Niederschrift, welche Raimunds sämmtlichen Werken, herausgegeben von Glossy und Sauer (Wien, Verlag von Carl Konegen) zu Grunde liegt. In derselben Ausgabe findet sich auch das Bildniß Raimunds in Radierung nach einem Gemälde Lampis, welchem unser Holzschnitt nachgebildet ist.</ref>"}}' id="mwBQ">„Da streiten sich die Leut’ herumOft um den Werth des Glücks,Der eine heißt den andern dumm,Am End’ weiß keiner nix.Das ist der allerärmste Mann,Der andre viel zu reich,Das Schicksal setzt den Hobel anUnd hobelt s’ beide gleich.

Die Jugend will halt stets mit G’waltIn allem glücklich sein,Doch wird man nur ein bissel alt,Da find’t man sich schon d’rein.Oft zankt mein Weib mit mir, o Graus!Das bringt mich nicht in Wuth,Da klopf’ ich meinen Hobel ausUnd denk’, Du brummst mir gut.

Zeigt sich der Tob einst mit VerlaubUnd zupft mich: Brüderl kumm,Da stell’ ich mich im Anfang taubUnd schau’ mich gar nicht um.Doch sagt er: Lieber Valentin,Mach’ kein Umständ’, geh’!Da leg’ ich meinen Hobel hinUnd sag’ der Welt Adje!“

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