Der Bund

Der Bund.Sie an Ihn.

Hast du’s in meinem Auge nicht gelesenWas ungestüm dein Mund seit gestern fragt?Ich ahnd’ in dir das gleichgeschaffne WesenUnd meines Daseyns öde Dämmrung tagt.

5In dunkler Wolke webt, mit leiser Hand,

Die Sympathie geheimnißvoll ihr Band.

Empfang’, Ersehnter, diese FreudenzähreZum Dank, daß du den Himmel mir enthüllt!Der Erd’ entführt ins Thal der Schattenchöre

10Einst Psyche nur allein dein holdes Bild:

So rettete von Tauris wildem StrandSein Heiligthum Orest ins beßre Land.

Du, den ich kühn aus tausenden erwähle,O Schöpfer hoffnungsvoller Blüthenzeit,

15In diesem Kuß nimm meine ganze Seele,

In diesem Ring das Pfand der Ewigkeit!Am Sternenhimmel flammt das heilge Wort:Der Geister Einklang tönt unendlich fort.

Comments

Loading comments…