Die letzten Elf von unserm Regiment
"}}' id="mwBQ">Drei Jahre sind es heut’ gerad’,Da kamen zusammen wirIn diesem Saale, im vollen StaatSiebenunddreißig Officier’;
5Und tausend Mann, eine wack’re Schaar,
Die führten wir zum Strauß.Aus diesem Saal, ’s ist nun drei Jahr,Da rückten wir fröhlich aus.
O welch ein großer Tag war der,
10Der uns dem Schwert getraut,
Wie funkelte so hell und hehrDie scharfgeschliffne Braut!
Wie funkelten uns zu Stolz und LustIn der Sonne Glanz und Strahl
15Die tausend Klingen von Eisen just
Und die siebenunddreißig von Stahl!
Von den tausend Bajonetten nunZweihundert halten noch Stand,Denn Hunderte in den Sümpfen ruhn,
20Und Hundert’ in Maryland,
Und andere Hundert – treu und brav,Die schleppen – verkrüppelt und wund,Durchs Leben sich noch, und neiden den SchlafDer Todten im blutigen Grund.
25Und die Klingen? Heut Abend im nämlichen Saal
Da kam aus dem SchlachtgewühlDer Rest zusammen – noch elf an der Zahl,Für siebenunddreißig Stühl’.
Zwei hinkten an Krücken nur fürbaß,
30Zwei hatten je eine Hand,
Aber hoch erhob die eine das GlasZum Toast: „Unser Banner und Land!“
Und mit Tränen füllte sich jeder Blick,Zu viel Stühle standen ja leer –
35Die Teller schoben sie Alle zurück,
Nur die Gläser langten sie her,
Und schweigend schenkten sie wieder einUnd hoben den Trank zum Mund:„Den Todten“ brachten sie still den Wein,
40Den Schläfern im blutigen Grund.
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