Dreihunderttausend mehr
Dreihunderttausend mehr.Wir kommen, Vater Abraham, dreihunderttausend mehr,Von Mississippis wildem Strom und von Neu-England her.Wir ließen Pflug und Arbeit stehn und Weib und Kind zurück,Mit Herzen voll zum Springen, doch – die Thrän’ im Aug’ zerdrückt.Wir dürfen auch zurück nicht schau’n – vor uns liegt Pflicht und Ehr’ –Wir kommen Vater Abraham, Dreihunderttausend mehr.
Und wenn Du auf die Hügel blickst, die dort im Norden steh’n,So kannst du lange, staub’ge Reih’n, die sich bewegen, seh’n,Und scheucht der Wind den Schleier fort, der auf dem Zuge liegt,Mit Sternen und mit Streifen hoch das theure Banner fliegt.Und Bajonnete blitzen drein, im Arme das Gewehr,So kommen, Vater Abraham, Dreihunderttausend mehr.
Und siehst Du weit das Thal hinauf, das sonst der Pflug durchzieht,Da treten uns’re Burschen schon in Reihe und in Glied,Und Kinder klein und ungeschickt, die lernen draus im FeldDie Arbeit, die für’s Vaterland den Ackergrund bestellt.Und überall stehn Gruppen, ach, der Abschied war so schwer!Wir kommen, Vater Abraham, Dreihunderttausend mehr.
Du riefst uns, und für Vaterland und Freiheit gutgewillt,So zogen wir zum Kampf herbei, zu Richmonds BlutgefildUnd muß es sein – zum Tod! Doch giebt uns Gott der Herr den Sieg,So brechen wir des Feindes Trotz in diesem blut’gen Krieg.Sechshunderttausend Herzen brav marschirten vor uns her –Wir kommen, Vater Abraham, Dreihunderttausend mehr.
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