Altes Kaminstück
"}}' id="mwAw"> Draußen ziehen weiße FlockenDurch die Nacht, der Sturm ist laut;Hier im Stübchen ist es trocken,Warm und einsam, stillvertraut.
5 Sinnend sitz’ ich auf dem Sessel,
An dem knisternden Kamin,Kochend summt der WasserkesselLängst verklungne Melodien.
Und ein Kätzchen sitzt daneben,
10Wärmt die Pfötchen an der Gluth;
Und die Flammen schweben, weben,Wundersam wird mir zu Muth.
Dämmernd kommt heraufgestiegenManche längst vergess’ne Zeit,
15Wie mit bunten Maskenzügen
Und verblichner Herrlichkeit.
Schöne Frau’n, mit kluger Miene,Winken süßgeheimnißvoll,Und dazwischen Harlequine
20Springen, lachen, lustigtoll.
Ferne grüßen Marmorgötter,Traumhaft neben ihnen stehnMährchenblumen, deren BlätterIn dem Mondenlichte wehn.
25 Wackelnd kommt herbeigeschwommen
Manches alte Zauberschloß;Hintendrein geritten kommenBlanke Ritter, Knappentroß.
Und das alles zieht vorüber,
30Schattenhastig übereilt –
Ach! da kocht der Kessel über,Und das nasse Kätzchen heult.
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