An Sie

Die rothen Blumen hier und auch die bleichen,Die einst erblüht aus blut’gen Herzenswunden,Die hab’ ich nun zum schmucken Strauß verbunden,Und will ihn Dir, du schöne Herrin, reichen.

5Nimm huldreich hin die treuen Sangeskunden,

Ich kann ja nicht aus diesem Leben weichen,Ohn’ rückzulassen dir ein Liebeszeichen, –Gedenke mein, wenn ich den Tod gefunden!Doch nie, o Herrinn, sollst du mich beklagen;

10Beneidenswerth war selbst mein Schmerzenleben –

Denn liebend durft’ ich dich im Herzen tragen.Und größ’res Heil noch soll mir bald geschehen:Mit Geisterschutz darf ich dein Haupt umschweben,Und Friedensgrüße in dein Herze wehen.

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