Der Hirtenknabe

König ist der Hirtenknabe,Grüner Hügel ist sein Thron;Ueber seinem Haupt die SonneIst die große, goldne Kron’.

5"]}' id="mwGA"> Ihm zu Füßen liegen Schafe,

Weiche Schmeichler, rothbekreuzt;Kavaliere sind die Kälber,Und sie wandeln stolzgespreizt.

Hofschauspieler sind die Böcklein,

10Und die Vögel und die Küh’,

Mit den Flöten, mit den Glöcklein,Sind sie Kammermusizi.

Und das klingt und singt so lieblich,Und so lieblich rauschen drein

15Wasserfall und Tannenbäume,

Und der König schlummert ein.

[301] Unterdessen muß regierenDer Minister, jener Hund,Dessen knurriges Gebelle

20Wiederhallet in der Rund’.

Schläfrig lallt der junge König:„Das Regieren ist so schwer,Ach, ich wollt’, daß ich zu HauseSchon bei meiner Kön’gin wär’!

25"]}' id="mwYA"> „In den Armen meiner Kön’gin

Ruht mein Königshaupt so weich,Und in ihren lieben AugenLiegt mein unermeßlich Reich!“

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