Die Engel (Heine)
"}}' id="mwAw"> Freilich ein ungläub’ger ThomasGlaub’ ich an den Himmel nicht,Den die Kirchenlehre RomasUnd Jerusalems verspricht.
5 Doch die Existenz der Engel,
Die bezweifelte ich nie;Lichtgeschöpfe sonder Mängel,Hier auf Erden wandeln sie.
Nur, genäd’ge Frau, die Flügel
10Sprech’ ich jenen Wesen ab;
Engel giebt es ohne Flügel,Wie ich selbst gesehen hab’.
Lieblich mit den weißen Händen,Lieblich mit dem schönen Blick
15Schützen sie den Menschen, wenden
Von ihm ab das Mißgeschick.
Ihre Huld und ihre GnadenTrösten jeden, doch zumeistIhn, der doppelt qualbeladen,
20Ihn, den man den Dichter heißt.
Comments
Loading comments…