Die Minnesänger (1827)

Zu dem Wettgesange schreitenMinnesänger jetzt herbei;Ei, das giebt ein seltsam Streiten,Ein gar seltsames Turnei!

5"]}' id="mwGg"> Phantasie, die schäumend wilde,

Ist des Minnesängers Pferd,Und die Kunst dient ihm zum Schilde,Und das Wort, das ist sein Schwert.

Hübsche Damen schauen munter

10Vom beteppichten Balkon’,

Doch die rechte ist nicht drunterMit des Sieges Myrthenkron’.

Andre Leute, wenn sie springenIn die Schranken, sind gesund;

15Aber Minnesänger bringen

Dort schon mit die Todeswund’.

[75] Und wem dort am besten dringenLiedes Blutström’ aus der Brust,Der wird’s beste Lob erringen,

20Und sein Weh giebt Andern Lust.

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