Einst sah ich viele Blumen blühen

"}}' id="mwAw"> Einst sah ich viele Blumen blühenAn meinem Weg; jedoch zu faul,Mich pflückend nieder zu bemühen,Ritt ich vorbei auf stolzem Gaul.

5 Jetzt, wo ich todessiech und elend,

Jetzt, wo geschaufelt schon die Gruft,Oft im Gedächtniß höhnend, quälend,Spukt der verschmähten Blumen Duft.

Besonders eine feuergelbe

10Viole brennt mir stets im Hirn.

Wie reut es mich, daß ich dieselbeNicht einst genoß, die tolle Dirn.

Mein Trost ist: Lethe’s Wasser habenNoch jetzt verloren nicht die Macht,

15Das dumme Menschenherz zu laben

Mit des Vergessens süßer Nacht.

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