Epilog (Die Nordsee 1827)
Wie auf dem Felde die Weizenhalmen,So wachsen und wogen im MenschengeistDie Gedanken.Aber die zarten Gedanken der Liebe
Sind wie lustig dazwischenblühende,
Roth’ und blaue Blumen.
Roth’ und blaue Blumen!Der mürrische Schnitter verwirft Euch als nutzlos,Hölzerne Flegel zerdröschen Euch höhnend,
Sogar der hablose Wanderer,
Den Eu’r Anblick ergötzt und erquickt,Schüttelt das Haupt,Und nennt Euch schönes Unkraut.Aber die ländliche Jungfrau,
Die Kränzewinderin,
[372] Verehrt Euch und pflückt EuchUnd schmückt mit Euch die schönen Locken,Und also geziert, eilt sie zum Tanzplatz,Wo Pfeifen und Geigen lieblich ertönen,
Oder zur stillen Buche,
Wo die Stimme des Liebsten noch lieblicher töntAls Pfeifen und Geigen.
Comments
Loading comments…