Graue Nacht liegt auf dem Meere

Graue Nacht liegt auf dem MeereUnd die kleinen Sterne glimmen.Manchmal tönen in dem WasserLange hingezogne Stimmen.

5Dorten spielt der alte Nordwind

Mit den blanken Meereswellen,Die wie Orgelpfeifen hüpfen,Die wie Orgelpfeifen schwellen.

Heidnisch halb und halb auch kirchlich

10Klingen diese Melodeyen,

Steigen muthig in die Höhe,Daß sich drob die Sterne freuen.

[69]Und die Sterne, immer größer,

Glühen auf mit Lustgewimmel,

15Und am Ende groß wie Sonnen

Schweifen sie umher am Himmel.

Zur Musik, die unten tönet,Wirbeln sie die tollsten Weisen;Sonnennachtigallen sind es,

20Die dort oben strahlend kreisen.

Und das braust und schmettert mächtig,Meer und Himmel hör’ ich singen,Und ich fühle RiesenwollustStürmisch in mein Herze dringen.

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