Jetzt verwundet, krank und leidend

Jetzt verwundet, krank und leidend,In den schönsten Sommertagen,Trag ich wieder, Menschen meidend,Nach dem Wald die bittern Klagen.

5Die geschwätz’gen Vögel schweigen

Mitleidvoll in meiner Nähe;In den dunkeln LindenzweigenSeufzt es mit, bey meinem Wehe.

In dem Thal, auf grünem Platze,

10Setz’ ich jammervoll mich nieder.

Katze, meine schöne Katze!Jammert’s aus den Bergen wieder.

Katze, meine schöne Katze,Konntest du mich so verletzen,

15Wie mit grimmer Tiegertatze

Mir das arme Herz zerfetzen.

Dieses Herz war, ernst und trübe,Längst verschlossen allem Glücke;Ach, da traf mich neue Liebe,

20Denn mich trafen deine Blicke.

Heimlich schienst du zu miauen:Glaube nicht daß ich dich kratze,Wage nur mir zu vertrauen,Ich bin eine gute Katze.

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