Schöne Wiege meiner Leiden

Schöne Wiege meiner Leiden,Schönes Grabmal meiner Ruh,Schöne Stadt, wir müssen scheiden, –Lebe wohl! ruf’ ich dir zu.

5"]}' id="mwGQ"> Lebe wohl, du heilge Schwelle,

Wo da wandelt Liebchen traut;Lebe wohl! du heilge Stelle,Wo ich sie zuerst geschaut.

Hätt’ ich dich doch nie gesehen,

10Schöne Herzenskönigin!

Nimmer wär es dann geschehen,Daß ich jetzt so elend bin.

Nie wollt’ ich dein Herze rühren,Liebe hab’ ich nie erfleht;

15Nur ein stilles Leben führen

Wollt’ ich, wo dein Odem weht.

[43] Doch du drängst mich selbst von hinnen,Bittre Worte spricht dein Mund;Wahnsinn wühlt in meinen Sinnen,

20Und mein Herz ist krank und wund.

Und die Glieder matt und trägeSchlepp’ ich fort am Wanderstab,Bis mein müdes Haupt ich legeFerne in ein kühles Grab.

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