An den Mond

Füllest wieder Busch und ThalStill mit Nebelglanz,Lösest endlich auch einmalMeine Seele ganz;

5"]}' id="mwFg"> Breitest über mein Gefild

Lindernd deinen Blick,Wie des Freundes Auge mildUeber mein Geschick.

Jeden Nachklang fühlt mein Herz

10Froh und trüber Zeit,

Wandle zwischen Freud’ und SchmerzIn der Einsamkeit.

Fließe, fließe, lieber Fluß!Nimmer werd’ ich froh;

15So verrauschte Scherz und Kuß

Und die Treue so.

[154]"]}' id="mwQg"> Ich besaß es doch einmal,

Was so köstlich ist!Daß man doch zu seiner Qual

20Nimmer es vergißt!

Rausche, Fluß, das Tal entlang,Ohne Rast und Ruh,Rausche, flüstre meinem SangMelodien zu!

25"]}' id="mwXg"> Wenn du in der Winternacht

Wüthend überschwillstOder um die FrühlingsprachtJunger Knospen quillst.

Selig, wer sich vor der Welt

30Ohne Haß verschließt,

Einen Freund am Busen hältUnd mit dem genießt,

Was, von Menschen nicht gewußtOder nicht bedacht,

35Durch das Labyrinth der Brust

Wandelt in der Nacht.

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