Nähe des Geliebten (1827)

Nähe des Geliebten.

Ich denke dein, wenn mir der Sonne SchimmerVom Meere strahlt;Ich denke dein, wenn sich des Mondes FlimmerIn Quellen mahlt.

5Ich sehe dich, wenn auf dem fernen WegeDer Staub sich hebt;In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen StegeDer Wandrer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen

10 Die Welle steigt.Im stillen Haine geh’ ich oft zu lauschen,Wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seyst auch noch so ferne,Du bist mir nah!

15Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.O wärst du da!

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