Der Friedhof
[28] Der Friedhof
In graden Reihen epheudichtbedeckt,Gleich Betten im Spital, stehen die Gräber.Ein Kreuz aus Stein vernarrte Neugier weckt,Wer hier verscharrt. Der Tag, der helle Weber,
5Webt Lichterfäden um der Treu Geranien,
Ein leiser Widerschein spielt in den Sarg.Sie ruhen unter blühenden Kastanien,Ihr Lebenssaft steigt denen tief ins Mark.Zwischen zwei Gräben welken rote Blumen,
10Das Erdreich ist zerdrückt, das Laub zerfetzt.
Hier wälzten sich die Nacht auf weichen KrumenZwei Wildverliebte, von der Brunst gehetzt.In ihre Schreie sprangen klirrend KnochenUnd Schädel, die nach reifem Heumond rochen.
Comments
Loading comments…