Altes Volkslied

Altes Volkslied von Theobald Tiger

Wem habe ich zu danken– sag an, mein Herz, sag an –:Wer knebelt die Gedanken?wer setzt der Freiheit Schranken?

5"]}' id="mwGw"> wer ist der brave Mann?

Der Leutnant, schlank gewachsen –sag an, mein Herz, sag an –der Reichswehr? die in Sachsenund Thüringen blutige Faxen

10"]}' id="mwLw"> unmöglich getan haben kann?

Ist es der Hauptschriftleiter– sag an, mein Herz, sag an –,der dem schwarz-rot-goldenen Streiterein gebildeter, steter Begleiter

15und noch nie einen Kampf gewann?

Es ist der deutsche Richter– sag an, mein Herz, sag an –,der sperrt das rote Gelichterin die Zellen – und hinterher spricht er:

20"]}' id="mwUg"> „Es gibt keine Klassenjustiz.“

Man siehts, mein Herz, man siehts.

Denn die es besser wissen,die schlafen auf strohenen Kissen;und die nach dem Lichte streben,

25die stehn hinter gitternen Stäben;

und die die Freiheit begehren,die können sich nicht mehr wehren.

Was verdienen unsre Richter?Sag an, mein Herz, sag an!

30Paragraph juhu!

Paragraph juchei!Wir wissen es ja schon:Viel hundert Taler im Jahr, mein Herz –Unsere Liebe.

35"]}' id="mwhw"> Vertraun.

Und Pension.

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