Nach fünf Jahren (Tucholsky)
Und Vater tot und Bruder totund einer kriegsgefangen;und Mutter sitzt in Rentennot:Was essen meine Rangen …?
5"]}' id="mwEQ"> So stehn wir da im schäbigen Kleid
und denken an die alte Zeit.Und hassen.
Und hassen jenen Preußengeist,der uns geduckt, betrogen.
10Und hassen, was von Orden gleißt.
Ihr Aar ist fortgeflogen.Er hinterließ als armen Restuns nur ein ganz beschmutztes Nestund graue Elendsmassen.
15"]}' id="mwTA"> Wir hassen.
Hör, Bruder, standest du nicht strammvor Knechten und vor Schiebern?Du gingst zur Schlacht als Opferlamm.Wir fiebern, fiebern, fiebern …
20"]}' id="mwZQ"> Wach auf! Du warst so lange krank!
Es dauert nicht ein Leben lang!Mußts nur nicht gehen lassen!Wir hassen.
Brenn aus! Brenn aus! Mit Stumpf und Stiel!
25Greif mutig in den Himmel!
Die Oberschicht – sie zählt nicht viel –versinkt in dem Gewimmel.In Dreck und Blut und Schlamm und Schmerzblieb uns ein warmes Menschenherz.
30"]}' id="mwoA"> Schlag zu mit wuchtigen Hieben!
Wir lieben!
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