Nach dem Gewitter (Martin Greif)
Das Wetter ist niedergegangen,Die Wolken, die grollend und grauIns schwüle Gebirge gehangen,Sie stillten der Wälder Verlangen,Gelöst in unendlichen Thau;Der Himmel ward heiter und blau.
Wohl zittern wie flammend die Lüfte,Doch kühlet ein Wehen sie lindUnd trägt durch die dampfenden KlüfteDer Kräuter gewürzige Düfte;Wo rege die Wipfel noch sind,Erschauern die Sträucher im Wind.
Breit fluthet der Bach von den Fällen,Der wirbelnd im Thale noch schwillt;Rings tausend lebendige QuellenEnteilen mit murmelnden Wellen:Der Balsam, der köstliche, quillt,Der Durst ist in Strömen gestillt.
Comments
Loading comments…