Hauffs Leben und Werke

Die Mißgunst lauscht auf allen Wegen,daß sie der Liebe Glück verräthdoch treue, zarte Liebe gehtauf tausend unbewachten Steegen.

Ein Druck der Hand, ein flüchtger Blick,

sagt mir der Liebe süßes Glück.#Muß u. Scheid’ ich von ihr auch in weite Fernenso zieh ich frohes so geht mit mir mein stilles Glückdenn schau ich nicht der Liebe Blick

so blick ich doch auf zum Abendsterne

u. meines Sternes heil’ge Gluthgießt mir ins Herz der Liebe Muthin ihres Auges stiller Gluthgiebtstrahlt er ins Herz mir getrosten Muth#Und wallen meine Tage trüberu. dringt kein mein Sehnen Trost von ihr nicht zu dihr

u. dringt auch kein Wort von mir mein Sehnen zu ihr

kein Laut von ihr zu mir herüberMein stilles Glück ist nicht getrübt,ich weiß ja doch daß sie mich liebt.#

Drum blei klag ich nicht in weiter Ferne

weil Neid der Liebe Weg belauscht;

wenn auch nicht Blick Wort mit Wort sich tauschtMir strahlt dein Aug’ im Abendsterneaus seinen milden Strahlen quilltmir meiner Liebe trautes Bild

der Trost der m[eine] Sehn sucht stillt.

000000000W. Hauff

„O dürft’ ich fragen, was aus ihrem AugeOft so entzückend mir entgegenstrahlt,Was, wenn ich schnell mich ihrer Seite nahe,Die Wangen ihr mit hoher Röte malt! – – etc.“

„Am Neckarstrand ruht’ ich so gerneWär’ nicht Luise in der Ferne.“ – – –

„Du Thal, am Strome auf und nieder,Du wärst so hold, du wärst so mild,Dir weiht’ ich meine frohsten Lieder –Du wärst so schön im Abendscheine,Schlüg’ sie ihr Aug’ hier in das meine.“

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