Als ob es sein müsst’
Als ob es sein müsst’.
Die Blumen waren im Lenz erwachtUnd standen wie Bräute in höchster Pracht,Die Bienen haben sie abgeküsst,Sie hielten fein still, als ob es sein müsst’.
5Ein Vöglein sass einsam auf dem Ast,
Da kam geflogen in wilder HastEin andres Vöglein und hat es geküsst,Es hielt fein still, als ob es sein müsst’.
Die Schäf’rin schritt durch Wiesen und Wald,
10Ein Jägersmann folgte der Holden bald
Und hat sie umfasst, und hat sie geküsst,Sie hielt fein still, als ob es sein müsst’.
Da dachte ich mir: das muss wohl so sein,Ein Narr ist, der da wandert allein,
15Und habe mein Liebchen geherzt und geküsst,
Auch das hielt fein still, als ob es sein müsst’.
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