Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes
„Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede,Man soll sie billig hören Beede.“
Ach wir armen, armen FrauenLeiden ja am Schwachsinn sehrUnd – da Sie’s uns deutlich sagenFühlen wirs noch um so mehr.
Dass mit Irren und mit KrankenUmgehen Sie bei Tag und NachtHat zu Ihrem Buch gewisslichSie befähigt sehr gemacht.
Ausser diesen ist die KöchinWohl „Ihr“ einziger VerkehrUnd auch diese kann nicht kochenMänner können’s ja vielmehr!
Reisset, reisset Eure Strümpfe,Herrn der Schöpfung all entzweiUnser einziges Glück und KönnenIst zu stricken sie Euch neu.
Ich auch finde stets vortrefflichWas gesagt wird und gemachtDarum hab’ ob Ihres BuchesWie ein Kind ich auch gelacht.
Wär, ach wär doch nur die Erde,Nichts als wie ein Erdenkloss!Warum giebt’s Musik und KünsteWarum Wissenschaften bloss!
Wenn ein gutes Buch wir lesenSchlafen wir unfehlbar ein,Höchste Harmonie auf ErdenIst uns unsrer Kinder Schreien.
Ja, es leiden sehr am SchwachsinnWir vom schwächeren Geschlecht,Aber glauben’s Sie’s, mein Bester,Männer thun’s oft erst recht!!
Comments
Loading comments…