Petrarca - Sonett 283
Translated by Carl Streckfuß
Der Duft, der Schatten und das kühle WehenDes holden Laurus, der dem müden LebenEinst neue Ruh und neuen Glanz gegeben,Hieß er, der Allverwüster, schnell vergehen,
5Wie Mondesschatten durch die Sonne gehen,
So sah ich meiner Tage Licht verschweben;Dem Tod zu trotzen, muß ich nach ihm streben,Denn Leid nur ist’s, was hier die Blicke sehen.
Du hast, o Schöne, kurzen Traum geträumet,
10"]}' id="mwPg"> Erwacht bist du nun bey den seel’gen Schaaren,
Die mit des Lebens Urquell sich vermählen.
Und wenn etwas vermag, was ich gereimet,So lebt dein Nahm’ auch in den fernsten JahrenAuf Erden, heilig noch den edeln Seelen.
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