Der Zeitgeist im Hausstande

„Der Mensch wird schließlich mangelhaft,Die Locke wird hinweggerafft …“

„Nein, für Ypsilon und IttsWeiß ich, Tinder, wahrlich nitts.“

„Es kommen Blätter, es kommen Blüthen –Doch keinen Frühling erlebt mein Herz,Ich sitze trauernd, ein Grab zu hüten,Und um Cypressen schweift mein Schmerz. –

Die sanften Lüfte, fühl’, wie sie kosen!Die hohen Sterne, sieh, wie sie glühn!Der neue Sommer bringt neue RosenUnd nur für einen soll keine blühn?“

‚Wer wird nicht einen Klopstock loben,Doch wird ihn jeder lesen? Nein –‘

„Der Frühling und die Liebe,Ich alle beide liebe!“

„Der Frühling ist ein schönes Gedicht,Aber Kirschen giebt’s noch nicht!“

„Da kommt der Lenz, der schöne Junge,Den alles lieben muß –“

„Süß ist, fröhlicher Lenz, deiner Begeisterung Hauch,Wenn die Flur dich gebiert, wenn sich dein Odem sanftIn der Jünglinge HerzenUnd die Herzen der Mädchen gießt –“

„Jährlich wieder kommt der Mai,Doch mit dem Lieben ist’s bald vorbei –“

„Soll Dir ein Herz von Liebe sagen –Mußt danach im Maien fragen!“

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