Eine Dichterin zu Pferde

„Ein Weib, das dicht’t und schreibt, heißt sie (bedenkt es nur)Ein schönes Ungeheuer und Blendwerk der Natur.“

„Wie oft die Küche raucht, wieviel man Holz verbrennt,Was Flachs und Wolle nutzt und wie man näht und trennt.“

„Du trägst ein Männerkleid!Hat nicht der Herr gesagt, es soll ein Greuel heißen,Der sich in and’rer Tracht dem Auge sucht zu weisen?

„Der finstre Tannenwald hat mich gar nicht erschreckt,Vielmehr sein sanft Geräusch die größte Lust erweckt;Versucht’s, es reist sich nachts in Wäldern schön.Ich hab’s erst nicht geglaubt; nun hab’ ich es gesehn.“

„Wer straft uns, wenn auch echter GeistEin Herz voll Muth und Feuer weist?“

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