In der Fremde (Schewtschenko)
Translated by Iwan Franko
In der Fremde
Die Sonne wärmt nicht in der FremdeUnd brannte doch daheim so heiß…In der ruhmvollen UkraineWar ich ja auch nicht froh, Gott weiß.
Hat mich doch niemand dort geliebt,
War ich allein doch und verlassen…Ich irrte, betete zu Gott,Fluchte die feilen Herrscherklassen,Dacht’ an die alten, bösen Zeiten,
Da Wahrheit kreuz’gen war die Mode;
Gekreuzigt wurde Christus damals,Heut’ auch entging’ er nicht dem Tode.
Nein, nirgend bin ich froh und nirgendWerd’ ich’s auch sein – so sei es drum!
Und doch auch in der fernen Fremde
Wünscht’ ich, und das auch nur darum,Daß mir der Sarg vom fremden HolzeVon Russen nicht gezimmert werde,Daß mir von meinem heil’gen Dnipr
Auch nur ein kleines Stückchen Erde
Die heil’gen Winde brächten her.Und nichts mehr, Brüder, gar nichts mehr!
Ein einz’ger Wunsch, und doch vergebens!Wird von der Zeit er weggespült!
Wozu auch Gott damit beläst’gen?
Er wird doch bleiben unerfüllt!
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