Sommermittag
Sommermittag.
Nun ist es still um Hof und Scheuer,Und in der Mitte ruht der Stein;Der Birnenbaum mit blanken BlätternSteht regungslos im Sonnenschein.
5Die Bienen summen so verschlafen;
Und in der offnen Bodenluk’,Benebelt von dem Duft des Heues,Im grauen Röcklein schläft der Puk.
Der Müller schnarcht und das Gesinde,
10Und nur die Tochter wacht im Haus;
Die lachet still und zieht sich heimlichFürsichtig die Pantoffeln aus.
Sie geht und weckt den Müllerburschen,Der kaum den schweren Augen traut:
15„Nun küsse mich, verliebter Junge!
Doch sauber, sauber! nicht zu laut!“
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