Zur Nacht
Zur Nacht.
Vorbei der Tag! Nun laß mich unverstelltGenießen dieser Stunde vollen Frieden!Nun sind wir unser; von der frechen WeltHat endlich uns die heilige Nacht geschieden.
5Laß einmal noch, eh sich dein Auge schließt,
Der Liebe Strahl sich rückhaltlos entzünden;Noch einmal, eh im Traum sie sich vergißt,Mich deiner Stimme lieben Laut empfinden!
Was giebt es mehr? der stille Knabe winkt
10Zu seinem Strande lockender und lieber;
Und wie die Brust dir athmend schwellt und sinkt,Trägt uns des Schlummers Welle sanft hinüber.
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